Neuer Atem für Occupy Wall Street

New Yorker »Left Forum« diskutiert über die Zukunft der kapitalismuskritischen Bewegung

  • Von Max Böhnel, New York
  • Lesedauer: 2 Min.
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Am Wochenende werden sich in New York Tausende Linke unterschiedlicher Richtungen darüber verständigen, wie es mit der Occupy-Bewegung weitergehen soll.

Folgt man der Einschätzung progressiver USA-Aktivisten, wird ein »amerikanischer Frühling« blühen - mit Massenprotesten, örtlichen Demonstrationen und allerlei fantasievollen Aktionen, die die Stimmung im Lande nach links lenken sollen. Ob sich hinter solchen Aussagen mehr als eine Hoffnung verbirgt, wird sich am Wochenende beim New Yorker »Left Forum« zeigen, dem großen Jahrestreffen von Linken aus den USA und dem Ausland.

Rein zahlenmäßig verspricht die Konferenz Rekorde zu brechen. Während im vergangenen Jahr 4000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammenkamen, wollen es diesmal noch mehr sein. Denn im Mittelpunkt steht unter dem Konferenzmotto »Occupy the System« nicht nur die Funktionsweise des amerikanischen Kapitalismus in der Krise, sondern auch die Frage, wie es mit »Occupy Wall Street« weitergeht. Das Interesse daran ist trotz aller Unkenrufe gewachsen. Mainstream-Medien hatten die Bewegung im Winter bereits für tot erklärt.

Das Treffen der USA-Linken, von Sozialdemokraten über Populisten und Obama-Bezogene bis hin zu altbekannten Marxisten, findet an der »Pace University« statt, direkt an der berühmten Brooklyn Bridge, nur ein paar Gehminuten von den Hochhausschluchten der Wall Street entfernt. Vom unweit gelegenen Zucchotti-Park nahm die Occupy-Bewegung vor einem halben Jahr ihren Ausgang. Sie verbreitete sich wie ein Lauffeuer über sämtliche USA-Bundesstaaten und bestimmte innerhalb weniger Wochen die Themensetzung in der öffentlichen Politik. Polizeiliche Repression und der Wintereinbruch bereiteten Dutzenden von Occupy-Lagern allerdings ein vorläufiges Ende. Nach Zählungen von Anwälten wurden bisher 6719 Menschen in 112 Orten wegen »Occupy«-Aktivitäten festgenommen. Nicht zu verheimlichen ist, dass der Bewegung, die auf die Spendenbereitschaft vieler Amerikaner zählen konnte, allmählich aber auch das Geld ausgeht.

Beim »Left Forum« soll diskutiert werden, wie der Kampf gegen die Politik der Banken und gegen die soziale Ungleichheit neu aufgenommen werden kann. Neben den Köpfen und Organisatoren der Bewegung wird sich auch Prominenz an der Diskussion beteiligen, unter anderem der Filmemacher Michael Moore. Erwartet werden darüber hinaus führende Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen sowie Aktivisten aus Graswurzelbewegungen.

Das »Left Forum« war Ende der 60er Jahre unter einem anderen Namen von Akademikern ins Leben gerufen worden. Vor zwölf Jahren öffnete sich die als »Socialist Scholars Conference« bekannte Veranstaltung Nichtakademikern. Seither ist das Frühjahrstreffen der USA-Linken stetig gewachsen. Seit einigen Jahren beteiligt sich auch die Rosa-Luxemburg-Stiftung an der Konferenz. Die Stiftung wird demnächst ihre Präsenz in Nordamerika mit einem eigenen New Yorker Büro verstärken.

Max Böhnel berichtet über das Forum auch im Blog www.neues-deutschland.de/leftforum

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