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Ein präziser Würfelfeiler

Wernher von Braun war ein Täter. Der Tatort hieß »Dora-Mittelbau«. Für die Opfer soll es weiße Rosen geben.

Wer kann schon, von sich behaupten, dem fantastischen Ziel seiner Jugendträume mit seiner Arbeit so nah gekommen zu sein? Er hat den Menschentraum vom Flug zu den Sternen verwirklicht: Wernher von Braun. Blumen zum heutigen 100. Geburtstag eines Genies? Nein! Weiße Rosen für seine Opfer, erfuhr RENÉ HEILIG.

Das Gesamtsystem der Stollen hatte eine Länge von rund 20 Kilometer.

Frühling. Die Sonne scheint, auf den Hügeln vor der Stadt sprießt frisches Grün. Gänseblümchen leuchten. Angelique Kellner knöpft die Daunenjacke bis unters Kinn zu. Seit sie mit 14 oder 15 Jahren zum ersten Mal mit ihrer Mutter an diesem Ort war, ist es da, dieses Frösteln. Sie erinnert sich genau, wie in der Ausstellungsbaracke die Dielen knarrten und dieses diffuse Gefühl der Angst bei jedem ihrer Schritte verstärkten. Gut zehn Jahre später, die junge Frau aus Thüringen hat ihr erstens Lehrerexamen bestanden, führt sie Besucher über das Gelände des einstigen KZ Dora-Mittelbau bei Nordhausen.

Hoffnung auf Fragen

Sie hat sich die Sätze zurechtgelegt. Sachlich berichtet sie, dass Dora das letzte Konzentrationslager war, das die Nazis eröffnet hatten. 1943. Erst als Außenlager von Buchenwald. Man hat die Häftlinge gezwungen, kilometerlange Stollen in den Kohnstein zu treiben und darin »Wunderwaffen« für den »Endsieg« zu bauen: die ...


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