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Neues Ziel London

Kanutin Birgit Fischer startet viertes Comeback

Mit 50 Jahren startet Kanutin Birgit Fischer tatsächlich das vierte Comeback ihrer Karriere. Großes Ziel der Ausnahmeathletin: Bei den Olympischen Spielen in diesem Sommer in London nach der neunten Goldmedaille zu greifen. Die Brandenburgerin hat fristgerecht ihre Meldung für die Qualifikationsläufe des Deutschen Kanuverbandes abgegeben und wird bei den vier Ausscheidungswettkämpfen in Duisburg jeweils Anfang und Ende April antreten. »Es sind noch zwei Wochen bis zum ersten Lauf, da ist im Training noch viel zu tun«, sagte Fischer.

Bis zuletzt hatte die achtmalige Olympiasiegerin und 27-malige Weltmeisterin offen gelassen, ob sie die vierte Rückkehr wirklich in Angriff nimmt. Sechseinhalb Jahre Wettkampfpause liegen hinter Fischer, eine unendlich lange Zeit im Profisport. Nach zwei Babypausen und einer Laufbahnunterbrechung nach Olympia 2000 war sie jeweils stark zurückgekehrt. Ein so langer Zeitraum wie jetzt lag jedoch nie zwischen Ende und Neustart.

Bundestrainer Reiner Kießler ist auf Fischers Leistungsfähigkeit gespannt: »Ich lasse mich überraschen, was sie auf dem Wasser zeigt.« Ob Fischer dann im August am Dorney Lake westlich der britischen Hauptstadt wirklich ihre großen Auftritte haben wird, ist aber noch alles andere als ausgemachte Sache. Bei den nationalen Ausscheidungen zählt nur die Leistung. Sie wird sich dort mit einer Reihe von Sportlerinnen messen müssen, die locker ihre Töchter sein könnten. Einen Bonus wegen ihrer früheren Erfolge oder ihres Alters kann sie nicht erwarten. »Wir wollen in London in der Weltspitze mitfahren. Man hat Birgit Fischer Jahre nicht im Kanu gesehen. Es wird sich zeigen, ob sie es schafft«, so Kießler.

Die Grundlage für das Comeback hatte Fischer vor rund einem halben Jahr mit ihrer Meldung für das Trainingskontrollsystem der Nationalen Antidoping Agentur geschaffen. Um sich in Form zu bringen, trainierte sie Anfang des Jahres zehn Wochen in Australien - auf eigene Kosten. Dort reiften die ersten ernsthaften Gedanken, die sportliche Laufbahn tatsächlich wiederbeleben zu wollen. »Diese Zeit hat mir gut getan«, beteuerte Fischer.

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