Rot-rotes aus Hamburg

Ja der LINKEN zu Hapag-Lloyd-Ankauf erspart sozialdemokratischem Bürgermeister eine Zitterpartie

  • Von Folke Havekost, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Entscheidung über die Übernahme von weiteren Anteilen an der Reederei Hapag-Lloyd durch die Stadt Hamburg steht kurz bevor. Die Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft hat sich entschieden, dem Kauf zuzustimmen. Allerdings will die Fraktion dazu drei Zusatzanträge in die Bürgerschaft einbringen.

Im Saarland wird die SPD wohl ohne die LINKE kleine Brötchen backen. In Hamburg kommt es dagegen in einer zentralen Frage zu einer gemeinsamen Abstimmung beider Parlamentsfraktionen. Die LINKE der Hansestadt gab gestern bekannt, unter Vorbehalten dem Senatsantrag einer weiteren städtischen Anteilsübernahme von Hapag-Lloyd am Donnerstag zustimmen zu wollen.

»Die Ausschlachtung von Hapag-Lloyd hätte verheerende Auswirkungen auf den Hamburger Hafen«, begründete der LINKEN-Bürgerschaftsabgeordnete Norbert Hackbusch die Entscheidung: »Es wäre eine Illusion, Hapag-Lloyd mit einer 25-prozentigen Beteiligung sicher in der Stadt zu halten.«

Die Stadt will mit einem 420-Millionen-Euro-Kredit ihren Anteil an der angeschlagenen Container-Reederei von 23,6 auf 36,9 Prozent erhöhen, da ansonsten die »realistische Sorge« bestehe, »dass das Unternehmen unter den mehrheitlichen Einfluss eines strategischen Wettbewerbers geraten könnte«, wie Bürge...


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