Wenn die Flut steigt

»Oder Bruch« - eine Co-Produktion der Neuen Bühne Senftenberg mit dem Deutschen Theater

  • Von Gunnar Decker
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Spiel mir Hochwasser! Was in »Oder Bruch« zusammenfließt, ist ein mythischer Fluss, steigendes Wasser als Höhepunkt nicht nur der Biografie eines Einzelnen, sondern ganzer Regionen. Darüber hat Tobias Rausch in »Oder Bruch« nachgedacht - das Paradox von Vergessen und Erinnern in einer Inszenierung, die ihre Intensität aus über tausend Seiten Gesprächsprotokoll bezieht.

Das »Oder Bruch«-Projekt nimmt eine Zusammenarbeit des Deutschen Theaters mit der Neuen Bühne Senftenberg wieder auf, die ihre Anfänge bereits vor Jahrzehnten hatte. Über das Oder-Hochwasser von 1997 als Gegenstand einer Theaterrecherche, sagte mir der Regisseur: »Das Hochwasser ist ja inzwischen ein Mythos. Er stiftet Identität in einer Region, zumindest auf deutscher Seite, aber auch auf der polnischen, nur in einer ganz anderen Ausformung. Das ist die erste gesamtdeutsche Katastrophe, wo Ost und West gemeinsam auf den Deichen standen, und anschließend kam eine wah...


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