Die Angst geht nicht mehr weg

Bochum ohne Opel? Die Spekulationen über eine Werksschließung verunsichern viele Menschen in der Region

  • Von Rolf Schraa, dpa
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Das Bochumer Opel-Werk steht schon wieder auf der Kippe. Für die Beschäftigten geht es um mehr als den Job. Ein Besuch bei einem der noch 3200 Bochumer Opelaner.

Bochum. Morgens um acht steigt Günther Bärwolf in Gelsenkirchen-Rotthausen in seinen silbernen Opel-Calibra. Zwei Liter Hubraum, der Lack glänzt. 115 PS, 21 Jahre alt und top gepflegt - eigenhändig natürlich. Am Innenspiegel der Wimpel von Schalke 04, auf der Hutablage das blau-weiße Kissen. Eine gute Viertelstunde fährt der 48-jährige bis zum Tor 1 des Bochumer Opelwerkes, dann beginnt seine Schicht in der Werkslogistik.

Ein Schuss Sarkasmus

24 Jahre ist der gelernte Radiotechniker bei Opel in Bochum (Nordrhein-Westfalen). »Nächstes Jahr hätte ich 25«, sagt er. Hätte? Bärwolf ist sich nicht sicher, wie für ihn die Zukunft aussieht. Die seit Wochen aufschießenden Spekulationen über eine Werksschließung haben Nerven gekostet. Darauf kann man mit Sarkasmus reagieren. »Seit 2004 werden wir doch einmal im Jahr zugemacht. Wir haben ein dickes Fell bekommen«, sagt Bärwolf. Die Angst geht davon aber nicht weg. »Ich laufe hier schon mal l...


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