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Wenn uns das Erdöl ausgeht

Experten: Förderung stagniert seit 2005

Dass die Preiserhöhungen bei Benzin und Diesel kurz vor Ostern eine ganze Menge mit der Preispolitik der großen Ölkonzerne zu tun haben, steht sicher außer Frage. Doch die langfristige Preisentwicklung bei Treibstoffen hat seit dem Jahre 2005 andere, für das heutige Mobilitätskonzept weitaus ernstere Gründe. Wie der US-Ozeanograph James Murray und der britische Ökonom David King unlängst im Wissenschaftsjournal »Nature« vorrechneten, stagniert die weltweite Ölförderung bereits seit 2005 weitgehend. Anders als in den 20 Jahren davor kann das Ölangebot nicht mehr kurzfristigen Nachfragesteigerungen folgen. Infolgedessen sank der Ölpreis seit 1998 praktisch nur noch einmal während der Rezessionsphase 2008/2009 auf 35 Dollar pro Barrel, um beim Anspringen der Konjunktur wieder auf 120 Dollar zu springen.

Bei so hohen Preisen erschließt die Ölindustrie auch kompliziert auszubeutende Quellen, etwa in der Tiefsee oder Teersande. Doch wie Murray und King zeigen, nimmt die Förderung aus bekannten Quellen jährlich um 4,5 bis 6,7 Prozent ab. Um das bei steigendem Verbrauch auszugleichen, müssten bis 2030 rund 64 Millionen Barrel aus neu erschlossenen Quellen fließen. Das ist fast die gesamte heutige Fördermenge und mehr, als die gesicherten Vorräte hergeben können. StS

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