Hochprozentig

Die Piratenpartei ist im Umfragehoch und streitet über Diskriminierung

  • Von Markus Drescher
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Hierarchien sind verpönt, jeder soll und darf sich zu Wort melden und kann den Kurs mitbestimmen: Die Piraten versuchen sich an einer neuen Art der Politik und haben es damit nun zum ersten Mal in einer Umfrage auf Platz drei geschafft. Dass ihr Konzept jedoch seine Tücken hat, zeigt ein Streit in der Partei über den Umgang mit Rassismus und Sexismus.

13 Prozent. Zwei Prozent besser als die Grünen, fünf mehr als die LINKE und fast dreimal so viel wie die FDP. Eine Forsa-Umfrage für den »Stern-RTL-Wahltrend« sieht die Piratenpartei hinter Union (36 Prozent) und SPD (24 Prozent) an dritter Stelle in der Wählergunst. Damit setzen die Piraten ihren Erfolgskurs fort, der sie mittlerweile in die Landesparlamente Berlins und des Saarlands gespült hat. Und die Chancen, auch bei den anstehenden Wahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen die Fünf-Prozent-Hürde zu knacken, sind in der momentanen Pro-Piraten-Stimmung nicht schlecht.

Mit dem Umfragenhöhenflug auf Bundesebene wirbeln die Piraten auch kräftig die Machtoptionen durcheinander. Mit den derzeitigen Umfragewerten haben nämlich die traditionellen Farbkombinationen Schwarz-Gelb und Rot-Grün keine Mehrheit. Das derzeitige Regierungsbündnis käme - dank eines aktuellen Sprungs der FDP auf fünf Prozent - auf 41 Prozent. SPD und...


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