Brigitte Zimmermann 17.04.2012 / Kolumnen

Flattersatz

Voll in der Tinte

Es ist schwer zu erklären, warum manche nützlichen Dinge kein durchgängig gutes Ansehen haben. Nehmen wir als Beispiel die Tinte, die zuletzt im Zuge einer aufgeplusterten politischen Debatte zum Kollateralschaden gekommen ist. Dabei verdanken wir das halbwegs Beständige, das wir in dieser verdrehten Welt zu wissen glauben, nicht zuletzt dieser Flüssigkeit. Mit dem gefärbten Wasser wurden über Jahrhunderte Geistesblitze und Forschungsergebnisse festgehalten, Alltagserfahrungen gesichert und künstlerische Meisterwerke für die Unsterblichkeit bewahrt. Aber die Tinte als bitte schön buchstäblicher Leistungsträger hat wenig Ruhm davon zurückbehalten. Manche Verträge, heißt es abwertend, wären nicht mal die Tinte wert, mit der sie geschrieben sind. »Vor Tinte fürchtet sich der Teufel«, dichtete Schiller. Und »in der Tinte sitzen« gehört laut Volksmund zum Übelsten, das vorkommen kann.

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