Werbung

Aufruf zum Rückzug

Appell an Sudan und Südsudan

Addis Abeba (AFP/nd). Im bewaffneten Konflikt zwischen Sudan und Südsudan hat die Afrikanische Union beide Seiten erneut zum Rückzug ihrer jeweiligen Truppen aus der umstrittenen Grenzregion Abyei aufgefordert.

Die rund 300 sudanesischen und etwa 700 südsudanesischen Soldaten müssten von dort abziehen, erklärte die Organisation in einer Mitteilung. Angesichts der anhaltenden Spannungen zwischen beiden Ländern gab sich die afrikanische Staatengemeinschaft »ernstlich besorgt«.

Die Kämpfe im ölreichen Grenzgebiet zwischen beiden Ländern waren zuletzt eskaliert, nachdem südsudanesische Truppen das umstrittene Ölfeld Heglig besetzt hatten. Es waren die heftigsten Gefechte seit der Unabhängigkeitserklärung Südsudans im vergangenen Juli. Die Staatschefs Sudans und Südsudans, Omar al-Baschir und Salva Kiir, warfen sich gegenseitig Kriegstreiberei vor. Die Region Abyei wird von Sudan kontrolliert. Dort sind zugleich rund 4000 äthiopische UNO-Blauhelmsoldaten im Einsatz.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen erwägt nach Angaben aus Diplomatenkreisen vom Dienstag inzwischen Sanktionen gegen beide Länder.

Die USA entsandten ihren Vermittler für den Konflikt zu den Staatschefs beider Seiten. Wie Regierungssprecher Mark Tonererklärte, kam Princeton Lyman bereits in der südsudanesischen Hauptstadt Juba mit Kiir zusammen. Er solle auch in der sudanesischen Hauptstadt Khartum mit al-Baschir sprechen. Lymans zentrale Botschaft sei, dass die Gewalt »unverzüglich und bedingungslos« beendet werden müsse, sagte Toner.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln