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Die Euro-Krise als Zäsur

Eine neue Finanz-, Geld-, und Wirtschaftspolitik in Europa

  • Von Axel Troost und Philipp Hersel
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Die Europäische Währungsunion war von Anfang an eine Fehlkonstruktion, weil die Vereinheitlichung der Geldpolitik nicht durch eine Koordination der Wirtschafts-, Sozial- und Fiskalpolitik ergänzt wurde. Eine einheitliche Geldpolitik für eine Gruppe von Ländern mit unterschiedlichen Wirtschafts-strukturen, Arbeitsmärkten und Unternehmenslandschaften führt unter Konkurrenzbedingungen notwendigerweise dazu, dass sich die Unterschiede dieser Länder verstärken. Die EU – und noch stärker die Euro-Zone – ernten mit der derzeitigen Krise daher die Früchte ihres Leitbildes: Im Wettlauf gibt es nur einen oder wenige Gewinner. Wo es aber Gewinner gibt, gibt es auch Verlierer. Die Verlierer werden – auch das eine unausweichliche Konsequenz der Marktlogik – abgestraft, gehen bankrott, verschwinden vom Markt. Aber wohin sollen die EU-Mitgliedsländer verschwinden, die im Staatenwettlauf verlieren? Soll die Belegschaft der Griechenland AG – sprich die...

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