Hans Canjé 24.04.2012 / Inland

Ein Sieg für Thyssen an der Ruhr

Ehrung einer Widerstandskämpferin in Mülheim verweigert

Die Antifaschistin Martha Hadinsky wurde von den Nazis eingekerkert, in der Bundesrepublik wurde sie als Kommunistin erneut eingesperrt. Nachdem man ihr dann die Anerkennung als NS-Opfer entzog, nahm sie sich am 26. April 1963 das Leben. Ein Antrag von VVN-BdA und Linkspartei in Mülheim an der Ruhr, eine Fritz-Thyssen-Straße in Martha-Hadinsky-Straße umzubenennen, scheiterte.

»Es würde eine nach einem Unterstützer der Nazis benannte Straße aus unserer Stadt verschwinden.« So lautet die zusammengefasste Begründung für den Antrag »Betreff: Umbenennung der Fritz-Thyssen-Straße in Martha-Hadinsky-Straße«, über den die Bezirksvertretung 2 der Stadt Mülheim/Ruhr zu befinden hatte. Eingebracht hatte den Antrag die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) gemeinsam mit dem Vertreter der Linkspartei.

Der Großindustrielle Fritz Thyssen (1873-1951), »Profiteur von Krieg und Massensterben«, so weiter im Antrag, hat als Finanzier der NSDAP ab 1923 »die Tür zur westfälischen Schwerindustrie« geöffnet und half somit »Hitler zum Aufstieg und bereitete Deutschland und Europa sowie angrenzenden Kontinenten den Weg ins Verderben«. Durch die mit der Umbenennung »verbundene Ehrung einer konsequenten Widerstandskämpferin gegen den Faschismus«, werde »gleichermaßen ein Zeichen gegen die leider hochaktuellen neofas...

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