Werbung

Gesundheitscheck keine Pflicht für ältere Autofahrer

In letzter Zeit sind Verkehrsunfallzahlen in Umlauf gebracht worden, die suggerieren, dass ältere Menschen verkehrsgefährdend sind. Angeblich hätten die Über-64-Jährigen 62 Prozent ihrer Unfälle selbst verursacht. Tatsache ist aber: Nicht die Senioren waren an 61,6 Prozent der gesamten Unfälle selbst schuld, sondern in 61,6 Prozent der Unfälle waren sie Mitverursacher. Und Tatsache ist auch: Junge Erwachsene sind zu über 60 Prozent am Unfall verantwortlich.

Ältere Menschen sind keine schlechteren Autofahrer. Im Gegenteil: Sie verfügen in aller Regel über sehr viel mehr Erfahrung im Straßenverkehr als junge Fahrer. Das betont auch der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) und spricht sich gegen die jüngste Forderung nach einer Pflicht zum Gesundheitscheck für Ältere aus. Aufgrund der Unfallstatistik sieht der KS keinerlei Notwendigkeit, einen obligatorischen Gesundheitscheck für Senioren festzulegen.

Allerdings empfiehlt der KS, die Augen regelmäßig beim Augenarzt oder Optiker prüfen zu lassen - und zwar völlig unabhängig vom Alter. Jeder sicherheitsbewusste Autofahrer sollte von Zeit zu Zeit einen Sehtest durchführen. Dies sei schon allein deshalb wichtig, weil das Leistungsvermögen der Augen bereits im Alter von 25 Jahren nachlässt.

Der KS rät daher: Junge Verkehrsteilnehmer sollten alle fünf Jahre, 40-Jährige alle zwei Jahre und Über-60-Jährige sogar jedes Jahr zum Sehtest zu gehen.

Die Augen sind die wichtigsten Wahrnehmungsorgane im Straßenverkehr. Sie übermitteln dem Fahrer lebenswichtige Informationen. Schwächer werdende Sehleistung und die verminderte Fähigkeit, die Sehschärfe an nahe, ferne und verschieden helle Objekte anzupassen, sind ein Sicherheitsrisiko. Ein Sehtest beim Augenarzt oder Optiker zeigt, ob die Sehkraft für den Straßenverkehr ausreicht, ob eine Brille oder ob Kontaktlinsen für den nötigen Ausgleich sorgen können.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln