Jade-Weser-Port wackelt

Inbetriebnahme des ersten deutschen Tiefwasserkais in Wilhelmshaven bleibt fraglich

  • Von Burkhard Ilschner
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Verzögerungen, Klagen und Baumängel machen das Großprojekt Jade-Weser-Port zu einer endlosen Geschichte mit ungewissem Ausgang.

»Stahlspundbohlen eignen sich besonders gut zum Bau so genannter kombinierter Wandkonstruktionen mit großer Biegetragfähigkeit«, preist Stahlkonzern ArcelorMittal sein »Spundwandsystem (für) alle Anforderungen zukunftsfähiger Hafenanlagen«. Wilhelmshavens geplanter Jade-Weser-Port, Deutschlands einziger Tiefwasserhafen, scheint demnach kaum zukunftsfähig: Der Probebetrieb ab Mai ist ebenso fraglich wie die Inbetriebnahme im August. Es ist der Höhepunkt einer skurrilen Geschichte: In den 1990ern entstand die Idee, an das knapp 18 Meter tiefe Fahrwasser der Jade einen Kai zu bauen für Containerschiffe, für die selbst die vertiefte Elbe oder Weser nicht mehr ausreichten. Seither begleiten Negativschlagzeilen das Vorhaben.

Aktuell droht die Spundwand aus den Fugen zu geraten. Warum, das wird Politik, Steuerzahler und vielleicht Gerichte noch lange beschäftigen - unsachgemäße Ausführung scheint nicht ausgeschlossen. Das ArcelorMittal-Sy...

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