Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Krieg um Sudan

Kommentar von Olaf Standke

Südsudan ist der jüngste Staat auf Erden, geboren aus einem jahrzehntelangen Bürgerkrieg mit dem Norden des afrikanischen Landes, der hunderttausende Menschen das Leben gekostet hat. Und dieser Konflikt war auch nach Ausrufung der UN-sanktionierten Unabhängigkeit im Sommer 2011 nicht beendet. Inzwischen eskalieren die Kämpfe um ein ölreiches Gebiet im Grenzgebiet so, dass wieder von Krieg die Rede ist und der Weltsicherheitsrat einen »sofortigen Waffenstillstand« fordert. Beide Seiten sollten umgehend an den Verhandlungstisch zurückkehren, und nur dort können auch die Probleme angesichts komplizierter Grenzverläufe und fehlender Festlegungen gelöst werden.

Denn Südsudan beansprucht das international als Region des Nordens anerkannte Ölgebiet Heglig als Teil seines eigenen Staatsterritoriums und hat es zuletzt auch besetzt. Die Folge waren schwere Luftangriffe des Nordens gegen Ziele im Nachbarland; zu befürchten ist, dass Khartum nicht bei der Rückeroberung dieser Region halt machen will. Der vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Völkermords gesuchte Präsident Bashir hält längst wieder Brandreden zur »Befreiung« des ganzen Südens. Aber auch dort träumen manche vom großen Krieg, um diesen Schlächter endlich und für immer zu besiegen.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln