René Heilig 27.04.2012 / Politik

Falscher »Ankerplatz«

Der NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags begann mit Zeugenvernehmung

Der sogenannte NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages hatte am Donnerstag drei bayerische Ermittler und einen Staatsanwalt vorgeladen. Die grundsätzliche Frage lautete: Wieso führten die umfangreichen Ermittlungen in der Mordserie an Kleinunternehmern türkischer und griechischer Herkunft nicht zu den Tätern im Neonazi-Milieu?

Der Untersuchungsausschuss tagt im Paul-Löbe-Haus des Parlaments. Noch öffentlich.

Die Zahlen sprechen für Engagement. Die bayerische Sonderkommission »Bosporus« sowie ihre Vorgänger und angeschlossenen Kommissionen haben rund 32 Millionen Daten ausgewertet, sind 3500 Ermittlungsspuren gefolgt, haben rund 112 000 Personen überprüft, 16 Millionen Funkzellen-, 13 Millionen Kreditkarten-, 60 000 Verkehrsdaten überprüft. Hinzu durchforstete man 27 000 Hotelbuchungen sowie rund eine Million Mietwagenrechnungen. Man kümmerte sich, um die Pausen in der Mordserie zu erklären, auch um 900 000 Haftzeitdaten einschließlich Hafturlaub und Krankenhausaufenthalten. Die Kriminalisten spürten dem Verbleib hunderter Ceska83-Pistolen nach. Von dem Typ waren zwischen 1983 und 2000 im Nachbarland Tschechien rund 160 000 produziert worden.

Dichter als Wolfgang Geier und seine Untergebenen von der Besonderen Aufbauorganisation (BAO) »Bosporus«, der späteren Soko, war niemand den Tätern vom Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) auf ...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: