Max Böhnel, New York 02.05.2012 / Politik

Obama macht Wahlkampf mit Bin Laden

Vor einem Jahr wurde der Al-Qaida-Chef von einem US-Spezialkommando in Pakistan getötet

USA-Präsident Barack Obama sieht den ersten Jahrestag der Tötung von Terroristenführer Osama bin Laden als eine »Zeit zur Besinnung«. Er reagierte damit auf republikanische Vorwürfe, dass sein Wahlkampfteam den Jahrestag ausschlachte, um seine Chancen zur Wiederwahl am 6. November zu verbessern.

»Situation Room« nachts am 2. Mai 2011: Präsident Barack Obama beobachtet zusammen mit seinen engsten Beratern und Ministern auf einem Bildschirm in Echtzeit, wie Navy-Seals-Einheiten das Haus von Osama bin Laden in Pakistan stürmen. Das Foto mit Außenministerin Hillary Clinton, die fassungslos die Hand vor dem Mund hält, ging um die Welt. Es gilt ein Jahr nach dem Tod Bin Ladens als Sinnbild für die »menschlichen USA« im Antiterrorkrieg.

In demselben Lagezentrum im Weißen Haus gab Obama dem Sender NBC jetzt ein Interview, das heute Abend ausgestrahlt wird. Darin lässt er vor den TV-Zuschauern Schlüsselmomente des Einsatzes im pakistanischen Abottabad wie in Washington selbst Revue passieren. Es ist das Kernstück der medialen Inszenierung, die das Weiße Haus um den Jahrestag veranstaltet: ein Jahr nach dem Tod des Al-Qaida-Führers bedeutet für Obama und seine Strategen vor allem sechs Monate vor den nächsten Präsidentschaftswahlen.

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