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Die Idee ist einfach: Nicht verkaufte Eintrittskarten für Kulturveranstaltungen werden verschenkt - an Menschen, die sich den Eintritt nicht leisten können. Nach diesem Prinzip arbeitet seit September 2009 der Verein Kulturloge im hessischen Marburg. Hier wurde die Idee erfunden, die Nachahmer in ganz Deutschland gefunden hat. Aus der Idee ist längst eine Bewegung geworden.

Mehr als ein Dutzend Vereine vermitteln als »Kulturlogen« Eintrittskarten an finanziell Schwache, zum Beispiel in Wuppertal und im Ruhrgebiet, in Ulm, Leipzig, Berlin und Hamburg. In weiteren Städten sind Logen geplant. Allein in Marburg, Hamburg und Berlin sind mehr als 6000 Menschen als Logengäste registriert.

Forscher der Uni Hildesheim befragten Berliner Kulturlogengäste. Die meisten (71 Prozent) sind erwerbslos oder in Rente. Vier von zehn Befragten gaben an, dass sie sich davon erhoffen, mehr unter Menschen zu kommen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. epd

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