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Athen: Linke wollen Bruch des Sparpakts

Keine Koalitionsregierung der stärksten Parteien in Sicht

Athen (Agenturen/nd). Eine Koalitionsregierung in Griechenland ist nicht in Sicht. Der Vorsitzende des Linksbündnisses SYRIZA, Alexis Tsipras, hat den Bruch des Sparpakts mit der Europäischen Union zum Fixpunkt seiner Sondierungsgespräche gemacht. Im Alleingang will der 37-jährige Politiker das Sparprogramm Griechenlands für null und nichtig erklären. Tsipras werde einen entsprechenden Brief an die EU-Kommission und die Europäische Zentralbank (EZB) schreiben, erklärte sein Mitarbeiter Panagiotis Lafazanis.

Die Konservativen wiesen die »antieuropäischen« Forderungen der Linken zurück. Der Chef der Konservativen, Antonis Samaras, rief Tsipras auf, »zu sich zu kommen«. Der Sozialistenführer Evangelos Venizelos mahnte zur Besonnenheit.

Das entscheidende Treffen der Chefs der drei stärksten Parteien sollte nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe stattfinden. Scheitern die Verhandlungen, sind schnelle Parlamentsneuwahlen unabwendbar. Eigentlich wären nach einem Misserfolg der Gespräche die Sozialisten als drittstärkste Kraft am Zuge. Wie es allerdings hieß, will Venizelos ein Sondierungsmandat gar nicht mehr annehmen.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle warnte Griechenland unterdessen, dass dem hoch verschuldeten Land bei einem Verlassen des vereinbarten Sparkurses ein Stopp der internationalen Hilfszahlungen drohe. »Wir wollen, dass Griechenland in der Eurozone bleibt, aber ob Griechenland in der Eurozone bleibt, das liegt in den Händen Griechenlands«, erklärte der FDP-Politiker am Mittwoch in Brüssel.

Video-Interview

"Diether Dehm, europapolitischer Sprecher der Linksfraktion, über SYRIZA, Griechenlands Schulden und die Gefahr eines Militärputsches. (Video: Weltnetz.tv)

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