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Hektische Verstaatlichung

In Spanien gehört nun die viertgrößte Bank teilweise dem Staat

  • Von Ralf Streck, Madrid
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In Spanien hat die Bankenkrise einen neuen Höhepunkt erreicht: Am späten Mittwochabend verstaatlichte die Regierung die viertgrößte Bank des Landes zu großen Teilen.

Sieben Sparkassen und kleinere Banken wurden im Laufe der Krise in Spanien bisher verstaatlicht. Doch mit der hektischen Teilverstaatlichung von Bankia trifft es nun das viertgrößte Kreditinstitut im Land. Geplant hatte die konservative Regierung, heute auf der Kabinettssitzung eine Banken- und Finanzmarktreform auf den Weg zu bringen. Die Verstaatlichung wurde nun eilig vorgezogen, nachdem am Mittwoch öffentlich wurde, dass die Bilanzen von Bankia geschönt sind. Ihr Chef Rodrigo Rato war bereits am Montag zurückgetreten - sein Nachfolger José Ignacio Goirigolzarri hatte die Teilverstaatlichung vorgeschlagen.

So musste die Regierung in Madrid schon am späten Mittwoch die Kontrolle übernehmen, weil die Sanierungsmaßnahmen gescheitert sind, denn Bankia ist bereits das Ergebnis von Rettungsbemühungen. Sie gehört zur Muttergesellschaft BFA (Banco Financiero y de Ahorros), zu der 2010 sieben über die geplatzte Immobilienblase angeschlage...


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