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Kaum Wohnungen für Hartz-IV-Empfänger

70 000 Haushalte auch nach neuer Regelung mit zu hohen Mieten

  • Von Bernd Kammer
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Auch nach der vom Senat beschlossenen neuen Wohnkosten-Regelung für Hartz-IV-Empfänger werden weiterhin etwa 70 000 und damit fast ein Viertel der betroffenen Haushalte Mieten zahlen, die über den Richtwerten liegen. So das Ergebnis einer Studie des Forschungsinstituts Topos, die der Berliner Mieterverein in Auftrag gegeben hatte. Vor der am 1. Mai in Kraft getretenen Neuregelung lagen etwa 100 000 Bedarfsgemeinschaften über den Mietrichtwerten.

Dass ihre Zahl nicht weiter geschrumpft ist, ist für Mietervereinschef Reiner Wild eine »schockierende Erkenntnis«. Denn die Betroffenen müssten nun entweder die über den Mehrkosten liegenden Mieten aus dem Regelsatz des Jobcenters zahlen, was zu weiterer Verarmung führe, oder sich eine preiswertere Wohnung suchen. Und die dürfte auch zu den neuen Richtwerten kaum zu bekommen sein.

Dabei liegt es nicht an der Wohnqualität, dass Hartz-IV-Haushalte die Mietgrenzen kaum einhal...


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