Werbung

Tierschutz ausgeweitet

Bund bringt schärferes Gesetz auf den Weg

Berlin (Agenturen/nd). Die Bundesregierung hat eine Reihe von Verbesserungen beim Tierschutz auf den Weg gebracht. Das Bundeskabinett habe einer entsprechenden Änderung des Tierschutzgesetzes zugestimmt, erklärte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) am Mittwoch. Demnach soll etwa die Kastration von Ferkeln ohne Betäubung ab 2017 vollständig verboten sein. Zudem sähen die Regelungen »ein fast vollständiges Verbot« der Nutzung von Menschenaffen als Versuchstiere vor. Pferdebesitzer dürften ihren Tieren künftig keine Brandzeichen mehr in die Schenkel einbrennen.

Außerdem solle das Gesetz die Möglichkeit schaffen, Zirkussen Shows mit bestimmten wilden Tieren künftig per Verordnung zu verbieten, wenn diese nicht gemäß den Tierschutzbestimmungen gehalten werden können. Der baden-württembergische Agrarminister Alexander Bonde (Grüne) kritisierte die Pläne: Der Gesetzentwurf bleibe deutlich hinter der gesellschaftlichen Entwicklung zurück.

Der Entwurf der Novelle wird nun im Bundesrat und Bundestag beraten. Im Herbst soll das Gesetz in Kraft treten.

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung