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Fragiler Klimaschutz

Kommentar von Kurt Stenger

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Dass der weltweite Ausstoß des Klimagases CO2 auf ein neues Rekordhoch angestiegen ist, wäre eigentlich schon schlimm genug. Doch der aktuelle Bericht der Internationalen Energie-Agentur birgt selbst in vermeintlich positiven Passagen schlechte Nachrichten: In der EU sanken die Emissionen vor allem, weil die Euro-Krisenstaaten in die Rezession taumelten; in den USA ging der Ausstoß zurück, weil bei der Energieproduktion weniger Kohle und mehr Schiefergas verfeuert wird, weil vermehrt Biosprit statt Erdöl in den Autotank kommt. Und der weltgrößte Emittent China legte trotz Anstrengungen bei Energieeffizienz und Erneuerbaren wegen des starken Wirtschaftswachstums deutlich zu.

Die Fakten belegen, dass das bisherige globale Klimaschutzregime offenbar nicht in der Lage ist, sein Ziel zu erreichen, die Erderwärmung auf ein noch verkraftbares Ausmaß zu begrenzen. Es ist eben eine fragile Sache, den Klimaschutz vom Auf und Ab der Märkte abhängig zu machen; und der Umstieg auf CO2-ärmere Energien kann neue Umweltprobleme schaffen. Die Frage ist, ob es überhaupt möglich ist, den CO2-Ausstoß vom Wirtschaftswachstum abzukoppeln und ob es nicht vielmehr um eine Transformation des Wirtschaftsmodelles der Industriestaaten gehen müsste. Davon will die Staatengemeinschaft freilich nichts wissen. Beim bevorstehenden UN-Gipfel Rio+20 soll das marktwirtschaftliche Konzept der »Green Economy« im Mittelpunkt stehen. Neue schlechte Nachrichten über CO2-Emissionen sind also vorprogrammiert.

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