nd-Serie 20 Jahre nach dem UN-Gipfel über Umwelt und Entwicklung (Teil 3)

Armut ist nicht sexy

20 Jahre nach dem Erdgipfel von Rio leben 1,4 Milliarden Menschen von weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag

Auf dem Erdgipfel in Rio sagte die Staatengemeinschaft vor 20 Jahren Hunger, Armut, Umweltzerstörung und dem Artensterben den Kampf an. Bisher konnten bei der Bekämpfung von Armut und Hunger kaum Fortschritte erzielt werden. Es gilt als unwahrscheinlich, dass es gelingen wird, die Zahl der Hungernden bis zum Jahr 2015 zu halbieren.

Nur dabei statt mittendrin: Im Konzept der nachhaltigen Entwicklung ist die Armutsbekämpfung implizit zwar vertreten, im Mittelpunkt steht sie freilich nicht. Denn die Definition von nachhaltiger Entwicklung der Brundtland-Kommission hob auf die ökologischen Grenzen des Planeten ab: »Entwicklung, die Bedürfnisse der Gegenwart bedient, ohne zukünftige Generationen der Möglichkeit zu berauben, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.« Eine Sicht des Nordens, wo die Bedürfnisbefriedigung in der Vergangenheit und in der Gegenwart weit über dem Niveau des Südens liegt, auch wenn schnell aufholende Schwellenländer wie China, Brasilien und Indien dem Norden von den wachsenden Mittelschichten aufwärts in Konsummustern und Ressourcenverbrauch nacheifern. Dem Rest bleibt eine solche Bedürfnisbefriedigung mangels Einkommenspotenzial verwehrt. Dieser Rest im Globalen Süden ist nach wie vor die Mehrheit, daran haben weder der Erdgipfel von Rio 1992 noch der UNO-Millienniumsgipfel 2000 in New York oder die 2001 in Doha vollmundig gestartete sogenannte Entwicklungsrunde der Welthandelsorganisation (WTO) etwas geändert.

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