Von der Partei gekündigt

Harald Werner über das Scheitern einer Kaderperspektive

  • Von Bernd Hüttner
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Es ist eine Art Lebensrückblick, die der 1943 geborene Harald Werner hier vorlegt, obwohl er dies nicht beabsichtigt hat. Er montiert zwei parallele Erzählstränge miteinander: zum einen sein bisheriges Leben und politisches Wirken, zum anderen seinen einjährigen Aufenthalt 1987 als Funktionär der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) an einer SED-Parteischule in Berlin-Biesdorf.

Brennpunkt und Schwerpunkt des Buches sind die Konflikte um die Erneuerung des orthodoxen westdeutschen Parteikommunismus, die sowohl unter den Teilnehmern des Kurses in Biesdorf wie in der gesamten DKP in der Zeit von Perestroika und Glasnost für heftigen Diskussionsstoff sorgten - wohlgemerkt in einer Partei, die seinerzeit eine weit höhere Verankerung in der Arbeitswelt hatte als die heutige LINKE.

Nachdem Werner aus politischen Gründen seinen Job als Lokalredakteur bei einer Tageszeitung verloren hat, studierte er in den 1970er Jahren und wirkte i...


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