René Heilig 12.06.2012 / Inland

Bei Anruf NSU

Fandungsadressen frei Haus - die Liste des Terroristen Mundlos

Im Sommer, so der Generalbundesanwalt, soll die Anklageschrift gegen die Überlebende der Neonazi-Terrorzelle Beate Zschäpe sowie Unterstützer des »Nationalsozialistischen Untergrundes« (NSU) vorliegen. Es wird kompliziert werden, den Tätern die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung nachzuweisen. So eine Vereinigung besteht laut Gesetz aus mindestens drei Tätern. Die beiden männlichen Mitglieder der »Zwickauer Zelle« – Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt – sind tot, ihrer Kumpanin kann man Brandstiftung vorwerfen, weil sie die gemeinsame Wohnung angezündet hat. Schon bei Beihilfe zum zehnfachen Mord wird es schwer. Zwar laufen gegen 16 mutmaßliche NSU-ler Ermittlungsverfahren, doch wie beweist man, dass sie voneinander wussten, dass sie aktiv Teil eines Netzwerkes waren? Nach und nach musste man Verdächtige aus der U-Haft entlassen. Gerade noch zwei Unterstützer sitzen im Gefängnis. Wie scharf auch immer die Anklage sein wird: Vor allem für die zehn Opfer des NSU, für die Verletzten und deren Angehörige kommt sie 14 Jahre zu spät. Dabei gab es Möglichkeiten, den Terroristen das Handwerk zu legen, bevor sie zu morden begannen. Sicherheitsbehörden und Justiz hätten nur ihren Job machen müssen.
René Heilig mit Anmerkungen zu einer vom Nazi-Terroristen Uwe Mundlos verfassten Telefonliste .

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