Steht Kolumbiens Linke wieder im Visier?

Terrordrohungen gegen Carlos Lozano, Vertreter der neuen sozialen Bewegung Marcha Patriótica

Carlos Lozano Guillén ist Friedensaktivist und Direktor der Zeitung »Voz« der Kommunistischen Partei Kolumbiens. Mit ihm sprach für »nd« Harald Neuber.

Carlos Lozano Guillén

nd: Sie haben Informationen vorliegen, nach denen eine paramilitärische Gruppierung mit dem Namen »Los Urabeños« Sie zu ermorden versucht. Welche Interessen stehen dahinter?
Lozano Guillén: Ich denke, dass hier zwei Aspekte zur Wirkung kommen. Zum einen gewinnt derzeit in Kolumbien das Lager derjenigen an Zuspruch, die sich für eine einvernehmliche Lösung des politischen und sozialen Konfliktes in unserem Land einsetzen. Die Friedensfrage ist so erneut zu einem zentralen Thema auf der politischen Agenda geworden. Die ewigen Anhänger des Krieges, die Militaristen und die Rechten wollen jeden Fortschritt in diese Richtung sabotieren. Die gleichen Kreise versuchen, den Marcha Patriótica (Patriotischen Marsch) zu zerschlagen, einen sozialen und politischen Zusammenschluss linker Organisationen, der sich für soziale und friedliche Ziele einsetzt und eine neue politische Kraft bilden könnte. Ich bin einer der Sprecher dieser Allianz, ebenso w...


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