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Verbrechen beider Seiten

Amnesty International legte Bericht zu Syrien vor

Amnesty International hat neue Belege für Kriegsverbrechen in Syrien vorgelegt. Die Türkei bestreitet Waffenlieferungen an die Rebellen.

London/Istanbul (epd/dpa/nd). Die Eskalation von Mord, Folter und Zerstörung in Syrien demonstriere, wie dringend ein entschiedenes internationales Vorgehen sei, hieß es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der Organisation. Nur so könne die Gewalt im Land eingedämmt werden. Die Kriegsverbrechen, die in dem 70-seitigen Bericht dokumentiert werden, seien sowohl von Regierungstruppen als auch von der Opposition begangen worden.

»Mehr als ein Jahr lang hat der UN-Sicherheitsrat gezögert, während sich in Syrien eine Menschenrechtskrise entwickelt hat«, kritisierte Amnesty. Der Sicherheitsrat müsse die Pattsituation unter den Mitgliedern überwinden und konkrete Maßnahmen unternehmen, um für ein Ende der Verbrechen zu sorgen. Die Organisation fordert, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Obwohl Amnesty keine offizielle Erlaubnis erhalten habe, sei die Organisation in der Lage gewesen, sich ein Bild der Lage zu machen. Mitarbeiter haben demnach 23 Städte und Dörfer in den Provinzen Aleppo und Idlib besucht, darunter auch Gebiete, in denen die Regierungstruppen massive Angriffe auf die Kämpfer der Opposition begonnen hatten.

Derweil hat die Türkei hat Berichte über Waffenlieferungen des Landes an syrische Rebellen energisch bestritten. »Wir geben niemandem und nirgendwo Waffen, auch nicht nach Syrien. Und wir erlauben auch nicht, dass von anderer Seite Waffen über die Türkei nach Syrien transportiert werden«, so ein Regierungsvertreter.

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