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Mühevolle Teilhabe

Ein Leben unter dem Asylbewerberleistungsgesetz

  • Von Marina Mai
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Wünsche für sich selbst klingen bescheiden. Urlaub möchte Tannaz Bidary gern einmal machen. Mit der ganzen Familie. Und in ein Fitnessstudio gehen. Die 36-jährige Iranerin lebt seit 2007 mit Mann und zwei Kindern als Asylbewerberin in Brandenburg und hat sich beides noch nie geleistet. Die Familie bekommt Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Jahrelang durften sie und ihr Mann nicht arbeiten. Seit März ist das zwar erlaubt, aber die Bidarys haben in Hennigsdorf nördlich von Berlin noch keinen Job gefunden. Dabei wirkt Tannaz Bidary nicht wie eine Frau, die klagt. Im Gegenteil: Sie nimmt ihr Leben und das ihrer Familie in beide Hände. Soweit das eben geht unter den Regeln des Asylbewerberleistungsgesetz.

»Seit März bekomme ich meine Asylbewerberleistungen als Geld und nicht mehr als Gutscheine«, sagt sie nicht ohne Stolz. Das ist ihr nicht in den Schoß gefallen. Der Brandenburger Landkreis Oberhavel weigert sich beha...


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