Sabine Neubert 21.06.2012 / Kultur
Literatur

Das Ende der Unschuld

Marente de Moor: »Die niederländische Jungfrau« - sinnlich und mitunter fast surreal

Der Text steckt leider voller banaler Bilder und Klischees. So kann man leicht überlesen, dass es eigentlich ein gutes Buch ist. Ein bisschen eitel hat die Autorin den Roman mit zu viel historischen Details und Kenntnissen über Fechtkunst besetzt, ihn mit geheimnisvollen Zimmern, Truhen und knarrenden Dielen in einem alten (natürlich typisch-deutschen) Gutshaus und mit fast obsessivem, heftigem Sex zwischen einem älteren, faszinierenden Mann und einer naiven, hübschen Jungfrau überfrachtet. »Eigentlich war ich viel zu jung, um zu wissen, was ich in den vergangenen Wochen erfahren hatte: Kriege, blutige Duelle, Geister, Totenköpfe, Geschlechtsverkehr ... Ich, das gehäutete Wild ...« Oder: »Mein eingepacktes Möschen, das zwischen seinen Fingern wartete ...« Und immer ziehen zur richtigen Zeit Gewitter auf. Aber es gibt auch vieles, das dem Roman größere Dimension verleiht.

Wir werden ins Jahr der Olympiade 1936 versetzt. Janna, die j...

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