Aufstand der Kumpels

  • Von Carmela Negrete
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Angesichts der Berichterstattung in Deutschland könnte man denken, die Spanier hätten ihre Proteste eingestellt. Doch das ist alles andere als die Realität.

Mit brennenden Reifen verbarrikadierten die Mineros Straßen und Gleise. Die spanische Polizei antwortete mit Gummigeschossen. Tränengas zog zwischen Wohnhäusern und Schulen auf. „Es war wie im Krieg. So etwas haben wir noch nie gesehen", zitiert die regionale Presse Bewohner des des Dorfes Ciñera.

Um 60% gekürzt wurden die Subventionen für die Kohleminen - von einem Tag auf den anderen. Seit drei Wochen streiken deshalb die Mineros im Norden Spaniens. Bis 2018 hatte die EU-Kommission die Gelder eigentlich zugesichert. Nun fürchten neben Arbeiter und Gewerkschaftern sogar Unternehmer, dass die Mehrheit der Minen bald schließen müsse. Das zuständige Ministerium rechtfertigt sich, damit das die Kassen für die Kohleminen leer sein. Leer, weil 100 Milliarden Euro an die spanische Bank Bankia flossen, sagen die Minenarbeiter.

Protestiert in Spanien eigentlich noch jemand?

Man könnte meinen, die Bergarbeiter seien die letzten Überbleibsel einer vergangenen Zeit, als die Anhänger der „Bewegung des 15....



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