Werbung

Die Wut der Wahlsieger in Ägypten wächst

Muslimbrüder protestieren auf dem Tahrir-Platz

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die Stichwahl um das Amt des ägyptischen Präsidenten soll möglicherweise in mindestens 100 Wahllokalen wiederholt werden. Die Wahlkommission erwäge diesen Schritt, meldete die Kairoer Zeitung »Al-Ahram«.

Kairo (dpa/nd). Nach der chaotischen Präsidentenwahl in Ägypten wächst die Wut der Islamisten. Am Freitag strömten Hunderte von Anhängern der Muslimbruderschaft auf den Tahrir-Platz in Kairo, wo sich am Nachmittag Tausende zu einer Protestkundgebung gegen den herrschenden Militärrat versammeln wollten.

Die Muslimbrüder behaupten, ihr Kandidat Mohammed Mursi habe bei der Stichwahl am vergangenen Wochenende mit rund 52 Prozent der Stimmen über seinen Rivalen, den früheren Ministerpräsidenten Ahmed Schafik, gesiegt. Die Wahlkommission hat das Ergebnis jedoch wegen möglichen Betrugs in zahlreichen Wahllokalen bislang nicht verkündet. Angeblich überlegt sie, die Wahl in mehr als 100 Bezirken wiederholen zu lassen.

Saad al-Husseini, ein führendes Mitglied der Partei der Muslimbrüder, wurde von Medien mit den Worten zitiert: »Wenn Schafik zum Präsidenten erklärt wird, dann ist dies ein Putsch, der Angst einflößt, und eine Verfälschung des Willens der Ägypter. Dann wird ganz Ägypten gegen dieses Verbrechens aufstehen.« Andere Mitglieder seiner Bewegung drohten mit einer »zweiten Revolution«.

An der Protestaktion auf dem Tahrir-Platz wollten sich auch andere Parteien beteiligen. Der Protest richtet sich nicht nur gegen die Verzögerung bei der Verkündung des Wahlergebnisses, sondern auch gegen die jüngsten Verfassungsänderungen durch den Militärrat.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!