Pérez Molina setzt auf Repression

Guatemalas Präsident hat wenig Verständnis für indigene Proteste

  • Von Roger Suso, Guatemala-Stadt
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Santa Cruz Barillas im Nordwesten Guatemalas sorgt weiter für Schlagzeilen. Zwar wurde der Aufnahmezustand dort wieder aufgehoben, doch ein Anschlag auf eine Minengegnerin zeigt, dass der Konflikt um den Bergbau längst nicht beigelegt ist.

Widerstand ist gefährlich. Für Guatemala gilt das in besonderem Maße. Vor wenigen Tagen musste das eine Minengegnerin erfahren, die von Unbekannten angeschossen wurde. Yolanda Oquelí hatte Glück im Unglück und überlebte den Beschuss ihres Autos. Oquelí ist Aktivistin und Leiterin der Organisation Frente Norte del Área Metropolitana (FRENAM), die gegen die etwa 30 Kilometer von der Hauptstadt entfernt gelegene Mine El Tambor mobilisiert.

Seit dem 2. März blockieren Bewohner der Gemeinden San José del Golfo und San Pedro Ayampic den Zugang zur Mine. Die Protestierenden befürchten als Konsequenz der Bergbauaktivitäten insbesondere eine Beeinträchtigung der Trinkwasserqualität und beanstanden, dass die Bewohner weder über die möglichen Folgen der Mine aufgeklärt noch zu dem Projekt konsultiert wurden.

Der Angriff ereignete sich nur wenige Wochen, nachdem die Situation rund um ein Wasserkraftwerk in Santa Cruz Barillas im Nordwesten ...


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