Ulrike Henning 26.06.2012 / Gesund leben

Sparsam mit der Seife

Tabuthema Hämorrhoidalleiden: Fehldiagnosen und Falschbehandlungen sind häufig

Zunächst die gute Nachricht: Hämorrhoiden sind nicht gefährlich - im gesunden Zustand. Jeder hat sie, und jeder braucht sie. Die ringförmig am After angeordneten Gefäßpolster sind vielmehr ein normales Element des Verschlussapparates des Darms. Sie sorgen für die Feinkontinenz, halten Feuchtigkeit und Gase zurück.

Hämorrhoiden können auch lästig werden, wenn sie sich vergrößern und hervortreten oder es zu Blutungen kommt. Weitere Symptome, an denen viele Menschen leiden, sind Missempfindungen, Jucken, Prolaps - ein Vorfall von Teilen des Mastdarms aus dem After. Schmerzen sind für Hämorrhoidalleiden eher untypisch. Wird umgangsprachlich von Hämorrhoiden gesprochen, sind diese häufig gar nicht der Verursacher der Beschwerden. Experten wie Gerd Pommer, niedergelassener Internist aus Oldenburg, klingen nach vielen Jahren ärztlicher Praxis manchmal schon resigniert: »Niemand in der Bevölkerung weiß, was Hämorrhoiden eigentlich sind.«

Schon für Blutungen im Analbereich gibt es viele mögliche Ursachen: Es kann eine chronisch-entzündliche Darmkrankheit wie Morbus Crohn vorliegen. Auch Polypen, Fissuren (Einrisse) oder akute Entzündungen des Darms verursachen Blutungen. Rein statistisch machen die Hämorrhoiden nur vier Prozent der Blutungsursachen ...

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