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Zurück zu Glanz und Gloria?

Eine öffentliche Beförderung von Soldaten zu Offizieren sorgt in München für Protest

  • Von Rolf-Henning Hintze, München
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Militärkapellen spielen in der Kirche, Soldaten werden öffentlich befördert: Deutschland sei auf dem Weg zurück in vergessen geglaubte Zeiten, so die Kritiker der jüngsten Schauappelle der Bundeswehr.

Begleitet von Protesten sind in der Münchner Innenstadt erstmals Soldaten bei einem öffentlichen Beförderungsappell zu Offizieren befördert worden. Die Proteste verschiedener Friedensgruppen richteten sich auch gegen einen ökumenischen Gottesdienst für die Soldaten in der barocken Theatinerkirche. Seit Jahrzehnten hatten solche Appelle in der Bundeswehrhochschule Neubiberg stattgefunden.

Bereits auf dem Weg zum Gottesdienst wurden Soldaten und Angehörige vor der Feldherrnhalle am Freitagnachmittag mit einem riesigen Kurt-Tucholsky-Zitat konfrontiert: »Jubel über militärische Schauspiele ist Reklame für den nächsten Krieg.« Am Eingang der Kirche hatten sich christliche Pazifisten mit einem Jesuswort postiert: »Glücklich sind, die auf Gewalt verzichten, denn sie werden die ganze Erde besitzen.« Auf anderen Plakaten hieß es »Kein Werben fürs Sterben«.

Die evangelische Militärdekanin in Neubiberg, Barbara Hepp, hatte für ihre Predigt...


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