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Der Tod und das Mädchen

Ballett: In Gera fahndet Silvana Schröder nach dem rechten »Zeit.Punkt.«

  • Von Volkmar Draeger
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Neu ist das Thema nicht: Ein exemplarischer Mensch hat seinen Tod zu akzeptieren. Wie Silvana Schröder dies Sujet jedoch für ihr ThüringenBallett aufbereitet, wie sie es in den Kontext der stetig fließenden, alles dominierenden, alles auch begrenzenden Zeit stellt, und mit welch origineller musikalischer Basis, das macht ihre zweite Arbeit als neue Ballettchefin in Gera zum wohl besten Beitrag der Laufbahn. Mit Symbolwert geht sie ihre Uraufführung »Zeit.Punkt.« an, die ohne klar fixierbare Story vom Bereitsein zum letzten Gang erzählt. Am Ende schließt sich beeindruckend und empfindsam ein Lebensbogen.

Korrekt und unisex im schwarzen Anzug blicken die Menschen auf einen hängenden blauen Kreis, der zur Uhr mit rasenden Zeigern wird. Wie die Zeit verstreicht, eilen sie mit, im Tiefschritt, mit rudernden Armen, krebsend auf dem Rücken. Nur das Mädchen in Weiß schreitet unbeeinflusst langsam auf das Zifferblatt zu. Als sie stürzt, bal...


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