René Heilig 06.07.2012 / Politik

Dummheit wäre die »mildere Variante«

Der NSU-Untersuchungsausschuss kam dem Motiv der Aktenvernichtung nicht auf die Spur

Die Affäre um die Mordserie der rechtsextremistischen NSU-Zelle hat ihn den Job als Chef des Bundesverfassungsschutzes gekostet. Gestern ließ Heinz Fromm erschreckende Einblicke in seine Behörde zu.

»Keiner der acht V-Leute hat etwas mit den Personen zu tun, gegen die ermittelt wird«, sagte Unionsobmann Clemens Binninger. Insofern sei das Vertrauen wiederhergestellt. SPD-Obfrau Eva Högl lobte die Möglichkeit zur Akteneinsicht: »Es war ein wichtiger Beitrag, um Verschwörungstheorien den Boden zu entziehen.«

Wenn es mal so wäre: Junge Frau, rechtsextremistisch eingestellt, mit engem Verhältnis zur Oma und Katzen ... Wer - wie FDP-Obmann Hartfried Wolff - gründlich die Akten des Bundesamtes für Verfassungsschutz liest oder lesen lässt, stößt bei einer versuchten Anwerbung im Thüringer Raum auf diese Art Beschreibung. Stattgefunden haben soll sie im Februar 1997.

Natürlich gibt es sicher mehrere Frauen, die diesem Bild entsprechen, doch eine von ihnen heißt mit Sicherheit Beate Zschäpe. Wollte der Geheimdienst sie zur Zuträgerin machen? Sicher ist zudem, dass der Geheimdienst nicht alle V-Mann-Aktivitäten der »Operation Rennste...

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