Oliver Eberhardt 26.07.2012 / Ausland

Fatah und Hamas erneut im Clinch

Die beiden großen Palästinenserorganisationen können sich in strategischen Fragen nicht einigen

Die Hamas hat mit dem Austritt aus den Palästinensischen Autonomiegebieten gedroht, falls die mit der Fatah vereinbarte Einheitsregierung nicht bald gebildet wird. Eine Einigung aber ist unwahrscheinlich: Die Autonomiebehörde will demnächst bei den Vereinten Nationen den Status als Beobachterstaat beantragen; die Hamas lehnt das weiterhin ab.

Gibt es noch eine Chance? »Man sollte an das Gute glauben«, sagt Hassan Abu Haschisch, Sprecher der von der Hamas geführten Regierung im Gaza-Streifen: »Aber es fällt immer schwerer.« Und in Ramallah, dem Verwaltungssitz im Westjordangebiet erklärt ein Sprecher von Präsident Mahmud Abbas: »Wenn die Hamas zurück in die Regierung möchte, muss sie die Autorität des Präsidenten anerkennen.«

Dass dies passiert, da sind sich die beiden einig, ist unwahrscheinlich: Nach jahrelangen Verhandlungen seit der Machtübernahme der Hamas im Gazastreifen erstrecken sich die Differenzen vom Verhältnis zu Israel über die Verteilung der Macht zwischen beiden Fraktionen bis hin zur Frage nach dem Weg zum eigenen Staat. Sie sei es auch gewesen, sagt Abu Haschisch, die dazu geführt habe, dass Ismail Hanije, Regierungschef im Gazastreifen, am Dienstag mit dem Abbruch der Gespräche und dem Austritt des aus der Autonomiebehörde gedroht hat, was beim derzeiti...

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