Lohndumping, Betrug und Skandale

Kritiker Claus Fussek über schlechte Pflege als Milliardengeschäft und die Verantwortung dafür, die wir alle tragen

Am 29. Juni beschloss der Bundestag ein Pflegegesetz und lobte es über den grünen Klee: Zum ersten Mal erhielten Menschen mit Demenz Leistungen, heißt es. Es gebe mehr Wahlfreiheiten, neue individuelle Wohnformen und fünf Euro im Monat für eine private Pflegevorsorge. Doch nicht alle in der Pflege Beschäftigten sehen das so positiv. Mit dem Pflegegesetz-Kritiker Claus Fussek sprach Silvia Ottow.

nd: Vor wenigen Wochen wurde ein Pflegeneuausrichtungsgesetz verabschiedet, an dem bestimmt auch Sie einiges kritisieren, oder?
Fussek: Sie entscheiden über das Interview. Aber die Frage ist, wollen wir wirklich wertvolle Zeilen dafür verschwenden?

Wenn die Leser unserer Zeitung zur Kenntnis nehmen, dass dieses Gesetz die Versorgung Demenzkranker verbessert und sie demnächst fünf Euro Zusatz zur privaten Pflegeversicherung bekommen, dann sollten sie auch erfahren, was dahinter steckt.
Ich glaube, die katholische Kirche verabschiedet sich eher vom Zölibat, als dass die Pflege in den Mittelpunkt der Gesellschaft rückt. Sie müsste neben der Arbeitslosigkeit die Schicksalsfrage der Nation sein. Stattdessen werden Gesetze wie dieses Pflegegesetz verabschiedet, das man dann auch noch - ohne rot zu werden - als Erfolg oder gar Reform bezeichnet.

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