Strom gegen schwere Migräne

Klinische Neurophysiologen haben neue Therapie mit Elektroden erfolgreich erprobt

Etwa jeder zehnte Mensch leidet regelmäßig unter Migräneattacken oder Clusterkopfschmerz. Eine neue Therapie, die seit einigen Jahren erprobt wird, soll Abhilfe schaffen.

Wer mehrfach täglich schwerste, einseitige, um das Auge lokalisierte Schmerzattacken bekommt, denen mit Medikamenten nicht beizukommen ist, kann auf eine neue Behandlungsmethode hoffen. Dabei pflanzen Ärzte zwei Elektroden im Nackenbereich ein. Die elektrischen Reize wirken auf den Hinterhauptsnerv (Okzipitalnerv) und mindern so die Schmerzen bei mehr als 70 Prozent der Patienten mit chronischem Clusterkopfschmerz, wie eine aktuelle Übersichtsarbeit zeigt. Bei Migräneattacken spüren 40 Prozent der Patienten deutliche Besserung. Die Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN) empfiehlt insbesondere chronischen Clusterkopfschmerz-Patienten mit hohem Leidensdruck und bisher erfolgloser medikamentöser Prophylaxe, die Ok...

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