Monokultur im Chefsessel

Vertreterinnen von Unternehmen und Politik diskutieren über Frauen am Arbeitsmarkt

  • Von Christin Odoj
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Frauen sind in Führungsetagen deutscher Unternehmen immer noch selten anzutreffen. Der Grund dafür ist ein Mix aus verfehlter Arbeitsmarktpolitik und mangelndem Selbstbewusstsein. Zwei Frauen diskutieren.

Sie hat täglich mit Frauen zu tun, die jederzeit eine Führungsposition übernehmen könnten, sagt Carlotta Köster-Brons, Geschäftsführerin des Verbandes deutscher Unternehmerinnen (VdU). Sie sind hoch qualifiziert, haben Berufserfahrung und: Kinder. Doch neben den strukturellen Problemen, die sich um Kitaplatz, Elterngeld und Lohnunterschiede drehen, geht vielen Frauen noch etwas anderes durch den Kopf. Im entscheidenden Moment stellen sie sich die Frage: Kann ich das überhaupt? Doch dann ist es schon zu spät. Selbstzweifel sind für Personalchefs und Gremienmitglieder kein gutes Argument. »Frauen fehlt einfach der Wille zur Macht«, sagt Köster-Brons, die am Montag in Berlin zusammen mit Sabine Bangert, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, über Quote, Lohn und Karriere debattierte.

Und die, die oben angekommen sind, sehen sich gleich mit dem nächsten Problem konfrontiert: Von Führungsfrauen werden...


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