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Bus- und Bahnfahren wieder teurer

Ab morgen steigen die Ticketpreise im Nahverkehr um 2,8 Prozent

Morgen ist es mal wieder soweit: Bus- und Bahnfahrten in Berlin und Brandenburg werden deutlich teurer. Obwohl die S-Bahn immer noch nicht aus der Krise ist und die BVG über Angebotseinschränkungen nachdenkt, steigen die Preise nach Angaben des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) durchschnittlich um 2,8 Prozent. Zuletzt waren die Ticketpreise zum 1. Januar 2011 erhöht worden - ebenfalls um 2,8 Prozent.

Der VBB begründet die Anhebung mit gestiegenen Energiepreisen, die durch steigende Fahrgastzahlen nicht aufgefangen werden könnten. Ziel der Preisberechnung sei aber immer, »dass der Nahverkehr für alle Menschen bezahlbar bleibt«. VBB-Chef Hans-Werner Franz nennt die Anhebung »moderat«, da sie seit der letzten Erhöhung unter der Inflationsrate von 3,4 Prozent bleibt.

Allerdings müssen viele Fahrgäste deutlich heftigere Preissteigerungen als die 2,8 Prozent verkraften. Am stärksten legt mit 11,1 Prozent das Fahrradticket für das VBB-Gesamtnetz zu, das statt 18 künftig 20 Euro kostet. Gelegenheitskunden zahlen für einen Einzelfahrschein künftig 2,40 Euro - 4,3 Prozent mehr (Tarifbereich AB). Der VBB empfiehlt die Nutzung der Sammelkarte für vier Fahrten, die sich nur um 20 Cent auf (2,4 Prozent) 8,40 Euro verteuert, also eine Fahrt für 2,10 Euro ermöglicht. Aber auch Stammkunden werden überproportional zu Kasse gebeten. Die Monatskarte verteuert sich um 4,1 Prozent auf 77 Euro (AB). Relativ glimpflich kommt davon, wer sich für das Stadtgebiet ein Abo mit jährlicher Abbuchung leistet - statt 675 kostet es 680 Euro (0,7 Prozent plus). Keine Erhöhung gibt es u.a. bei der Kurzstrecke (1,40 Euro) und dem Sozialticket (33,50 Euro).

Neu im Angebot ist ein Fahrradticket für das ABC-Gebiet, das 12,10 Euro kosten wird, zudem gibt es die 10-Uhr-Monatskarte auch im Abonnement (512 Euro bei monatlicher Abbuchung, 491 bei jährlicher). Das ist aber noch nicht die Innovation, die dem Fahrgastverband Igeb vorschwebt. »Was mit dem Seniorenticket gelungen ist, muss auch bei anderen Fahrgastgruppen möglich sein«, sagt der Stellvertretende Igeb-Vorsitzende Jens Wieseke und fordert eine Tarifreform, um neue Fahrgäste zu gewinnen. Dadurch könnte ein Teil der Tariferhöhungen aufgefangen werden. Ein anderer, wenn der Senat endlich das Beschleunigungsprogramm bei Bussen und Straßenbahnen umsetzen würde. Dadurch könnte die BVG jährlich fünf bis zehn Millionen Euro sparen«, so Wieseke. Angesichts des Zustands der S-Bahn und den Kürzungsüberlegungen der BVG seien die Tariferhöhungen ein falsches Signal. Den VBB-Unternehmen sollen sie etwa 29 Millionen Euro einbringen, davon der BVG zehn Millionen.

  • Einzelfahrschein: AB von 2,30 auf 2,40 Euro, ABC von 3 auf 3,10
  • 4-Fahrten-Karte: von 8,20 auf 8,40 Euro
  • Tageskarte: AB von 6,30 auf 6,50 Euro, ABC von 6,80 auf 7
  • Monatskarte: AB von 74 auf 77 Euro, ABC von 91 auf 95
  • Jahres-Abo: AB von 675 auf 680 Euro (jährl. Abbuchung)
  • Jahres-Abo: AB von 695 auf 710 Euro (monatl. Abb)
  • Schülerticket: AB von 27 auf 28 Euro
  • Seniorenticket 65plus: 564 auf 576 Euro (monatl. Abbuchung) bzw. 547 auf 559 Euro (jährl. Abbuchung)

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