Senegals Fischbestände in Gefahr

Regierung in Dakar versäumt, klare Regelungen gegen die Überausbeutung zu treffen

  • Von Grit Porsch, Berlin (IPS)
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Um die Plünderung seiner Fischgründe vor der Atlantikküste einzudämmen, entschloss sich Senegal 2006, die Fanglizenzen für die hoch subventionierte Fischereiflotte der EU nicht mehr zu verlängern. Dennoch geraten die Fischbestände zunehmend in Bedrängnis.

Die Regierung in Dakar fördert die einheimische Fischerei. Sie ist für Senegal mit seiner 500 Kilometer langen Atlantikküste einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige und beschäftigt rund 600 000 Menschen - acht Mal mehr als der gesamte Staatsapparat mit seinen über 75 000 Bediensteten. Fisch und Fischereiprodukte machen mehr als 28 Prozent des Exportvolumens aus.

Die regionale Nichtregierungsorganisation Westafrikanisches Netzwerk für Fischereipolitik (REPAO) beklagt, dass der Fischereisektor unter den Folgen einer mehr als zehn Jahre alten, miserablen Fischereipolitik leide. Die Fischerei sei nicht geregelt, und jeder könne sich ungehindert der Fischbestände bedienen. Somit werde der Ausbeutung und Überfischung Tür und Tor geöffnet.

Die Regierung stellt der einheimischen Fischerei verbilligten Treibstoff zur Verfügung und subventioniert die Anschaffung der Ausrüstung, zu der auch moderne satellitengestützte Navigationssysteme ...


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