»Wir müssen an lokale Kämpfe anknüpfen«

3000 Anarchisten diskutieren in der Schweiz alternative Wege aus der Krise

Vom 8. bis 12. August 2012 wird in St. Imier in der Schweiz ein internationales Treffen von Libertären stattfinden. Aufhänger des Treffens, zu dem etwa 3000 Personen aus aller Welt erwartet werden, ist das 140-jährige Jubiläum der Gründung der Antiautoritären Internationalen 1872 in St. Imier. Mit Koordinatoren des Treffens in St. Imier sprach MARTIN LING.

nd: Mit dem US-Amerikaner David Graeber wird gerade ein Anarchist auch in den Feuilletons der herrschenden Medien für sein Buch »Schulden« gefeiert. Sind anarchistische Ideen in der Krise mainstreamtauglich?
Anarchistische Konzepte sind gerade tatsächlich »en vogue«: ob nun im Zuge der Vereinnahmung durch den Kapitalismus - etwa als flache Hierarchien und Teamarbeit - oder in Form basisdemokratischer Organisierungskonzepte bei der Bewegung der Empörten in Spanien, den so genannten Indignad@s, und Occupy. Letzteres ist für uns natürlich interessanter, zumal es zum Beispiel in Spanien eine größere Aktivität von Anarchist*innen in diesen neuen Bewegungen gibt. Das ist auch ein Grund dafür, dass Horizontalität dort ein fest verankertes Element ist. Dabei geben wir uns jedoch nicht der Illusion hin, dass anarchistische Ideen im Medien-Mainstream gerade mehr sind als ein unterhaltsames Exotikum.

Profitieren die Anarchisten von der Krise o...

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