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Musik aus »Süd-Süd«

Noch an zwei Wochenenden amtiert die Freiluftveranstaltungsreihe Wassermusik, in deren Rahmen, neben erlesenen musikalischen Begegnungen, auch Filme gezeigt und Diskussionen geführt werden. Um ein möglichst breites Publikum anzulocken, gibt es außerdem einen Workshop für Jugendliche ab 13 Jahren und das DJ-Kollektiv La Chusma lädt am Sonntag (5.8.) zur Party.

»Süd-Süd« heißt das übergreifende Thema, das Musiken vorstellt, die unabhängig vom europäisch-kolonialen und US-Einfluss entstanden sein sollen. »Music was born in Africa«, tönte bereits in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts stimmgewaltig und stolz auf ihre Herkunft, die Sängerin Matanda Pambani vom Massai- Volk. Tatsächlich gebar sich die Champeta, als eine Mischung aus westafrikanischem Highlife und Musiken der kolumbianischen Karibikküste. Wem es nach Auffrischung oder authentischer Erfahrung gelüstet, sollte das Konzert von La Makina Del Karibe nicht verpassen. Taarab, eine sensible Meditationsmusik, entstanden an der ostafrikanischen Küste, als Kind afrikanischer, indischer und arabischer Musikströmungen, in klassisch ausgereifter Form nur noch auf Sansibar gepflegt, begeisterte am 28.7.

Mit Nass El Ghiwane und Jil Jilala kommen zwei nordafrikanische Gruppen nach Berlin, die zwar auch europäische Instrumente einsetzen, aber gleichviel Trance- Musik der Gnawa, wie des Sufi-Ordens Jilala repräsentieren. Frente Cumbiero + Quantic, die das zehnköpfige Orchester Ondatropica leiten, gelten als Erneuerer der afrokolumbianischen Cumbia, einem ursprünglichen Kreistanz. Afrikanische, wie indianische Instrumente kommen hier zum Einsatz. Wer experimentelle Cumbia als Combomusik erleben möchte, sollte sich den Auftritt des Trios »Los Piranas« am 5.8. vornotieren. Im »Süd-Süd-Dialog« zwischen Kuba und Brasilien sind die afro-lateinamerikanischen religiösen Systeme Santeria und Candomble, eng miteinander verwandt, denn sie beruhen auf gemeinsamen westafrikanischen Gottheiten, Rhythmen und Trommeln.

Klassische kubanische Tanzmusik, wie Son und Danzon, bietet hingegen Juan de Marcos mit den Afro Cuban All Stars. Ebenso sei in diesem Zusammenhang auf die Auftritte von Kawe Calypso oder Les Mangalepa, Spezialisten für kongolesische Rumba verwiesen. Empfehlenswert ist ebenfalls der Besuch der Dokumentarfilme »Gnaouas« und »Sons Of Benkos«, sowie des Spielfilms »Choco«.

Auftritte, Workshop und Filme an den Wochenenden vom 3.-5.8 und 10.-11.8. zu unterschiedlichen Anfangszeiten, Haus d. Kulturen d. Welt, John- Foster-Allee 10, Berlin-Tiergarten, Karten: www.hkw.de, tel.:39 78 71 75

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