Tatsachen aus dem Hinterzimmer

Ein städtebaulicher Vertrag soll Erweiterung des Mauerparks besiegeln

  • Von Stefan Otto
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Protest gegen ein Bauprojekt am Mauerpark weitet sich aus. Die Bebauung auf dem Gelände nördlich des Gleimtunnels soll viel dichter sein als im benachbarten Weddinger Brunnenviertel. Für die Bürgerinitiativen in Prenzlauer Berg ist das ein Skandal.

In Prenzlauer Berg zieht der Protest gegen eine Bebauung am Mauerpark immer weitere Kreise. Gegenüber des Kinderbauernhofs Moritzhof wehen von den Balkonen die Transparente im Wind: »Genug Beton!« steht darauf und »600 Wohnungen im Nordteil – nein«. Noch hat das Haus einen freien Blick auf den Sonnenuntergang. Doch ein neues Wohnquartier mit einer Geschossfläche von 58 000 Quadratmetern soll vor ihrer Haustür auf dem Gelände der Immobilienfirma CA Immo entstehen. Die Bebauung auf dem Gelände nördlich des Gleimtunnels, das sich an den Plänen des Architekturbüros Lorenzen orientiert, soll viel dichter sein als im benachbarten Weddinger Brunnenviertel. Für die Bürgerinitiativen in Prenzlauer Berg ist das ein Skandal.

Ende Juni hat das Bezirksamt Mitte – bislang ohne Zustimmung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) – eine Erweiterung des Mauerparks beschlossen: Die 10,5 Hektar große potenzielle Erweiterungsfläche von der Bernauer St...

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