Velten Schäfer 09.08.2012 / Inland

Noch immer Ärger mit der Treuhand

Das Erbe der Anstalt: Verramschtes Volksvermögen und Tausende Prozesse

Nach dem Ende der DDR schlug ihre Stunde: die Treuhandanstalt. Eines der unrühmlichsten Kapitel der Vereinigung hat bis heute Auswirkungen.

Wenn es um die Treuhandanstalt geht, sind die Reaktionen in Ost und West noch immer äußerst unterschiedlich. Der Wessi ist der Meinung, dass im Osten ohnehin nichts funktionierte und die Verscherbelung des Volksvermögens - der erste Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder schätzte es einst auf etwa 600 Milliarden D-Mark, nur vier Jahre später schloss die Anstalt mit einem Schuldenstand von 200 Milliarden die Bücher - nicht nur alternativlos war, sondern eine gute Tat.

Im Osten ruft das Wort dagegen ganz andere Reaktionen hervor, zumindest bei denjenigen, die sich noch an das Volkskammergesetz vom Juni 1990 erinnern, nach dem das Tafelsilber der DDR nicht losgeschlagen, sondern im Gegenteil gesichert und modernisiert werden sollte. Während auf einer staatlichen Ebene per Länderfinanzausgleich und Solidarpakt »beeindruckende Summen« nach Osten verschoben worden sind, hat es auf einer privaten Ebene einen »beträchtlichen Vermögenstrans...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: