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Farbbilder vom Roten Planeten

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»Curiosity« war am Montag nach rund acht Monaten Flug auf dem Mars gelandet. Es ist die bisher teuerste und technisch ausgefeilteste Mission zur Erkundung des Roten Planeten. Der Rover sendet erstmals Farbbilder vom Mars - Satellitenfotos zeigen die Landestelle des Mars-Roboters.
Aufnahme des Mars-Roboters von seiner Landung
Aufnahme des Mars-Roboters von seiner Landung

Der Rover »Curiosity« hat sein erstes Farbfoto vom Mars geschickt und Wissenschaftler sind begeistert. Auch eine Aufnahme der Landestelle fasziniert sie. Jetzt muss überlegt werden, wohin der Rover rollen soll. Eine Antenne macht allerdings Probleme.

Ein Foto der Landestelle des Forschungsroboters »Curiosity« - aufgenommen von der Raumsonde »Mars Reconnaissance Orbiter« - hat Wissenschaftler begeistert. Auf dem am Dienstag (Ortszeit) von der NASA veröffentlichten Bild sind »Curiosity« und die Bestandteile seines komplizierten Landemanövers zu sehen: Der Hitzeschutz liegt etwa einen Kilometer, die Kapsel, der Kran und der Fallschirm rund 600 Meter vom Rover entfernt.

»Das Bild befriedigt nicht nur unsere Neugier, es kann auch wichtige Informationen darüber geben, wie diese Bestandteile die Landung gemeistert haben, und darüber, wo genau der Rover ist«, sagte NASA-Manager Mike Watkins bei einer Pressekonferenz im kalifornischen Pasadena.

»Curiosity« hat unterdessen nach zahlreichen Schwarz-Weiß-Bildern sein erstes Farbfoto vom Mars geschickt. Auf dem Bild ist eine rötlich-braune Landschaft mit Hügeln im Hintergrund zu erkennen. »Das ist das erste Farbfoto von der Gegend, in der wir gelandet sind«, sagte Ken Edgett, der mit seinem Unternehmen Kameras für die Marsmission konstruiert hat. »Es ist wirklich sehr aufregend.« Die Qualität der Aufnahme ist allerdings nicht optimal, da die Kamera noch von einer durchsichtigen Schutzhülle bedeckt wird.

»Curiosity« hat inzwischen eine Antenne ausgefahren, die die Kommunikation mit der Erde erleichtern soll. Sie zeige aber noch nicht genau in die korrekte Richtung, sagte NASA-Manager Watkins. »Das müssen wir jetzt korrigieren.« Insgesamt sei der Rover nach einem neuen »arbeitsreichen Tag« aber in bester Verfassung. Weiterhin würden die Instrumente an Bord gecheckt. Eine Art Kamerakran, der auch einen Laser beinhaltet, werde demnächst ausgefahren.

Anhand der gesammelten Informationen müssen NASA-Wissenschaftler entscheiden, wohin sie den Rover genau rollen lassen wollen. »Sie treffen sich jeden Tag und arbeiten an einem Plan, in dem sie Prioritäten festlegen«, sagte Watkins. Es werde aber noch mindestens einige Wochen dauern, bis der Rover losrollen könne.

Fehlstart trifft Russlands Raumfahrt

Einen Tag nach dem Erfolg der USA auf dem Mars, hat bei einer neuen millionenschweren Panne die Raumfahrtnation Russland gleich zwei Kommunikationssatelliten auf einmal verloren. Die Raumfahrtbehörde Roskosmos kündigte eine Krisensitzung zu dem rund 150 Millionen Euro teuren Fehlstart an. Durch einen Fehler bei der Oberstufe der russischen Trägerrakete Proton-M seien ein russischer und ein indonesischer Satellit in eine falsche Umlaufbahn geraten, sagte ein Roskosmos-Sprecher am Dienstag.

Experten gingen davon aus, dass die Überreste beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühen. Der Fehlstart von den beiden Satelliten ist doppelt bitter: Bei einem der Flugkörper handelt es sich um eine lukrative Auftragsarbeit.

Für die stolze Raumfahrtnation Russland ist der Zwischenfall ein weiterer Rückschlag. Erst im Januar 2012 war die Marsmondsonde »Phobos Grunt« unkontrolliert in den Pazifik gestürzt. dpa

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