Wolfgang Hübner 10.08.2012 / Politik

Der Mann der Stunde

In der Wendezeit spielte der kürzlich verstorbene Politiker Günther Maleuda eine wichtige Rolle

Heute wird in Berlin des Politikers Günther Maleuda gedacht. Als Volkskammerpräsident trug er 1989/90 zur Demokratisierung der DDR bei.

Es gibt Situationen, in denen die Uhren auf Null gestellt werden. In denen alles Bisherige kaum noch zählt. Als am 13. November 1989 ein neuer Volkskammerpräsident gewählt wurde, war für Günther Maleuda ein solcher Moment. In der DDR ging es drüber und drunter, der langjährige Parlamentschef Horst Sindermann war zurückgetreten. Maleuda hatte bis dahin eine respektable Funktionärslaufbahn absolviert, die ihn 1987 an die Spitze der SED-treuen Bauernpartei geführt hatte.

Doch nun änderte sich in kürzester Zeit alles. Das Volk protestierte, die führende Partei wankte und stellte erst gar keinen Kandidaten mehr auf für die Parlamentsspitze. Plötzlich traten - ein Novum - fünf konkurrierende Kandidaten an; als Favorit galt der ehrgeizige Liberalen-Vorsitzende Manfred Gerlach, dem die Unterstützung der SED sicher zu sein sch...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: