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BLOGwoche: Bezahlt wird - oder nicht

  • Von Christian Jakubetz
  • Lesedauer: 2 Min.

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Die vielleicht netteste, weil irgendwie sehr ehrliche Begründung, die ich mal für eine nicht bezahlte Rechnung gehört habe, ging in etwa so: Wir bezahlen immer erst, wenn wir wieder Geld reinbekommen. Also, zwei, drei Monate kann das schon mal dauern. Nachgefragt hatte ich, weil eine eher kleine Rechnung von mir seit ungefähr zwei, drei Monaten unbezahlt geblieben war und ich an sich ein zu höflicher Mensch bin, um sofort irgendwelche wilden Mahnungen rauszuschicken. Man kann ja mal fragen und in manchen Fällen klemmt's ja wirklich nur, weil irgendjemand in der Buchhaltung pennt. Zugegeben: Das ist dann leider doch nur die Ausnahme, in den meisten Fällen ist die Kombination aus Journalismus und Freiberufler eher fatal. Neben der Auskunft, man zahle generell immer eher nach Gusto, habe ich auch noch etliche andere kuriose Begründungen gehört, ab und an habe ich nur noch darauf gewartet, dass irgendjemand mal sagt: Seien Sie froh, dass wir überhaupt was bezahlen (gedacht haben sich das sicher schon etliche).

(...) Und immer, wenn ich dann derart bescheuerte Antworten bekomme wie diese, würde ich gerne bei so einem festangestellten Buchhalter (oder whatelse) nachfragen: Was genau würden Sie jetzt eigentlich Ihrem Arbeitgeber erzählen, würde der Ihnen sagen, dass Sie Ihr nächstes Gehalt in etwas zwei bis drei Monaten bekommen, je nach dem, ob die Firma dann wieder Geld hat und auch sonst nichts dagegen spricht, eine Überweisung anzustoßen? Kurz gesagt - und deswegen steht das jetzt hier als etwas mühsame Einleitung: Mit Freiberuflern geht man gerne etwas eigenartig um. Und im Journalismus sind (...) vielerorts die Sitten vollends verlottert. Leider nicht nur bei uns Freiberuflern, im Gegenteil: Ich bin mir ziemlich sicher, dass der gute alte festangestellte Redakteur ein Berufsbild ist, das wirklich erstrebenswert nicht mehr ist.

Der Autor ist Journalist und betreibt das Medienblog »JakBlog«; zum Weiterlesen: www.blog-cj.de

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